Für uns in Europa ist es eine selbstverständliche Erfahrung, Produkte aus der sogenannten "Dritten Welt" billig einzukaufen. Kaffee als alltägliches Genußmittel zum Beispiel kostet heute sehr viel weniger als noch vor 20 Jahren. Auf der Seite der sogenannten Dritten Welt bedeutet das einen unaufhaltsamen Preisverfall, den viele kleine Produzenten in den Ruin treibt.
Der faire Handel will dieses Ungleichgewicht zumindest mildern und über höhere Preise die Lebenssituation der Produzenten verbessern. Überschüsse können so z.B. in Bildungsarbeit und verbesserte medizinische Versorgung gesteckt werden.
Wir vom Eine-Welt-Arbeitskreis möchten unseren Teil dazu beitragen. Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat verkaufen wir nach dem Gottesdienst hochwertige Waren aus dem fairen Handel.
Es war schon immer der Traum unseres Eine-Welt-Arbeitskreises, mit unseren Partnern in der sogenannten Dritten Welt nicht nur über den Fairen Handel, sondern in direkten Kontakt zu treten und sie zu unterstützen. Wir haben uns im Herbst letzten Jahres intensiv mit verschiedenen Möglichkeiten auseinandergesetzt und uns für ein Projekt von MISEREOR in Bolivien entschieden.
Unser Bistum Hildesheim unterhält seit 1987 eine Partnerschaft mit
Bolivien, wo bereits auf verschiedensten Ebenen Verbindungen und
Kontakte bestehen. Bolivien ist seit vielen Jahren ein politisch
stabiles, aber bettelarmes Land. Viele Menschen können durch
fehlgeleitete Wirtschaftspolitik nicht mehr auf dem Land für ihren
Lebensunterhalt sorgen und flüchten in die Stadt mit all ihren
Konsequenzen. Um dieser Landflucht vorzubeugen haben wir uns für ein
Projekt entschieden, der dieser Entwicklung langfristig entgegenwirken
soll:
"Existenzsicherung durch Bodenschutz - Rückgewinnung und Erhalt der
Bodenfruchtbarkeit durch ökologischen Landbau im Kanton Sacaca"
Unsere Projektpartner in Bolivien (101 KB)
Ausführliche Projektbeschreibung (Quelle: Misereor)
Die Region Sacaca liegt im Andenhochland auf einer Höhe zwischen 3600 - 4100 Metern und gehört zu den ärmsten in ganz Lateinamerika. Die meisten Menschen leben von der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft. Jedoch sind die Felder oft so klein, daß es gerade zur Ernährung der Familie reicht und oft nicht einmal das. Dazu kommt eine enorme Bodenerosion, so daß sich die Landknappheit noch zuspitzt.
Hier setzt die Misereor Partner-Organisation MOSOJ CAUSAY an, die in Projekte zur Stabilisierung der Böden, zur Erhöhung der Fruchtbarkeit und der Verbesserung der Anbaumethoden investiert. Ganz bewußt wird verschüttetes Wissen der Indios selbst wiederbelebt. Die Frauen-förderung bekommt besonders Gewicht, da sie es sind, die oft die ganze Familie durchbringen müssen und somit direkt von den Auswirkungen der Umweltzerstörungen betroffen sind. Es werden Campesinos als Multiplikatoren ausgebildet, die ihr neu gewonnenes Wissen an andere Campesinos weiter geben.
Wir als Eine-Welt-Arbeitskreis wollen mit unserem erwirtschafteten
Erlös aus Verkauf, Foyer-Konzerten und Spenden das Misereor-Projekt
unterstützen.
Gerne geben wir auch das uns zur Verfügung stehende Projektmaterial
weiter - sprechen Sie uns an!
Weitere Informationen zum fairen Handel erhalten Sie z.B. bei
Links zur Thematik Entwicklungspolitik, Hilfswerke etc.
Eine umfassende Liste mit weiteren links finden Sie bei Gepa